Der Aszendent (AC) gehört zu den wichtigsten Horoskopfaktoren und geht in jede gute astrologische Deutung ein. Der Aszendent entspricht dem Tierkreiszeichen, das zum Zeitpunkt und am Ort der Geburt am östlichen Horizont aufsteigt. Das Wort Aszendent ist mit dem italienischen ascendere = aufsteigen verwandt.

Wie schnell wechselt der Aszendent?

Durch die tägliche Drehung der Erde um die eigene Achse steigen in 24 Stunden alle Tierkreiszeichen einmal auf. Dementsprechend erscheint durchschnittlich alle zwei Stunden ein neues Tierkreiszeichen am Osthorizont. D.h. durchschnittlich alle zwei Stunden wechselt das Horoskop den Aszendenten. Dieser relativ rasche Wechsel ist einer von mehreren Gründen, warum für eine gute astrologische Interpretation ein präzise berechnetes Horoskop mit genauer Angabe von Geburtszeit und –ort so wichtig ist. Wegen des raschen Wechsels des Aszendenten haben zwei Menschen, selbst wenn sie am selben Ort und Tag geboren sind, nur in den seltensten Fällen das gleiche Horoskop.

Wo befindet sich der Aszendenten im Horoskop?

Der Aszendent - das Tierkreiszeichen, das am Osthorizont aufsteigt, befindet sich auf der linken Seite des Horoskops in "9 Uhr-Stellung" und ist mit AC (=Aszendent) gekennzeichnet.

Die Eckpfeiler des Horoskops: Aszendent, Deszendent, MC und IC Der Aszendent hat einen Gegenspieler: den Deszendenten. Für jedes Tierkreiszeichen, das im Osten aufsteigt, geht das gegenüberliegende Tierkreiszeichen im Westen unter. Dieses Zeichen ist der Deszendent und symbolisiert die Mitmenschen und insbesondere den Partner. Der höchste Punkt im Tierkreis (Schnittpunkt der Ekliptik mit dem Meridian) wird als MC (Medium Coeli oder Himmelsmitte) bezeichnet. Er steht für berufliche und gesellschaftliche Ziele. Sein Gegenüber, der tiefste Punkt im Horoskop, ist das IC (Imum Coeli oder Himmelstiefe. Ihm werden Elternhaus und emotionale Wurzeln zugeordnet.

Astrologische Bedeutung des Aszendenten

Der Aszendent hat eine ähnlich zentrale Bedeutung wie das Sonnenzeichen. Er symbolisiert das "Schaufenster" oder die "Maske" einer Persönlichkeit, das heißt alle Eigenschaften, die man primär nach außen zeigt und die ein anderer zuerst an einem sieht. Damit sind nicht nur Aussehen und Körperbau gemeint, sondern auch Verhaltensweisen, die mehr einer Rolle oder Gewohnheit entspringen, als einem tieferen Bedürfnis. Der Aszendent ist die Schnittstelle zur Aussenwelt oder die äussere „Verkleidung". Man zeigt die Eigenschaften des Aszendenten-Zeichens. Ein Widder-Aszendent geht spontan und tatkräftig auf die Umwelt zu, ein Zwillinge-Aszendent informiert sich und ein Steinbock-Aszendent geht nach einem Plan vor. Das Zeichen am Aszendenten wirkt auch in umgekehrter Richtung. Bildlich gesprochen ist es so, als ob man eine mit den Aszendenten-Eigenschaften eingefärbte Brille tragen würde. In der Umwelt nimmt man bevorzugt die Eigenschaften des Aszendenten wahr und interpretiert Situationen aus der Sicht des eigenen Aszendenten. Ein Widder-Aszendent sieht die Herausforderungen, ein Zwillinge-Aszendent die neuen und interessanten Dinge und ein Steinbock-Aszendent die Verantwortung.


Mondknoten




 
absteigender Mondknoten:
auch Ketu oder südlicher Mondknoten genannt


aufsteigender Mondknoten :
auch Rahu oder nördlicher Mondknoten genannt

 

Die Mondknotenachse ist kein eigentlicher Himmelskörper, sondern entspricht astronomisch der Schnittgeraden der von Sonne und Erde gebildeten Ebene und der von Erde und Mond gebildeten Ebene. Auf- und absteigender Mondknonten sind die Schnittpunkte der Mondknotenachse mit dem Tierkreis. Die Mondknotenachse zeigt am absteigenden Mondknoten ein Thema auf, das dem Horoskopeigner so vertraut ist, daß er fast zwanghaft daran klebt. Sie zeigt am aufsteigenden Mondknoten auch den Gegenpol, dessen Qualitäten zu entwickeln seine Aufgabe ist. Doch dies fällt ihm sehr schwer, denn alte Verhaltensmuster halten ihn wie Leim an den Schuhsohlen am Ort fest. Oft braucht er sein ganzes Leben, um sich loszureißen. Jedesmal, wenn er einen Schritt weg von seinem altvertrauten Thema wagt, erlebt er eine große Befriedigung. Bleibt er im Gewohnten sitzen, so frustriert ihn irgend etwas daran. Die Mondknotenachse symbolisiert somit eine innere Instanz, die dauernd zu Wachstum auffordert.
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CHIRON

Symbol für die persönliche Schwachstelle

Chiron ist ein Planetoid, der zwischen Saturn und Uranus die Sonne umkreist. Astronomisch ist er von geringer Bedeutung. Obwohl erst 1977 entdeckt, findet er heute in der Astrologie seinen festen Platz.
Astronomen gaben diesem Himmelkörper den Namen "Chiron".
Chiron ist in der griechischen Mythologie ein Kentaur mit einem menschlichen Oberkörper und einem Pferdeleib, der an einer unheilbaren Wunde leidet. Trotzdem er sich intensiv mit Heilkräutern auseinandersetzt, gelingt es ihm nicht, die eigene Verletzung zu heilen.

Er lernt, sie in Demut anzunehmen, und kann seine umfassenden Kenntnisse nun einsetzen und für Menschen und Götter zu einem wunderbaren Heiler und Lehrer werden.
Mythologien sind keine zufälligen Geschichten, sondern Spiegel der Menschheit. Deshalb verglichen Astrologen die Geschichte des Kentaurs Chiron mit dem astrologischen Planeten Chiron.
Man konnte feststellen, dass seine Stellung im Horoskop einer äusserst verletzlichen Seite der Persönlichkeit entspricht. Er zeigt im individuellen Horoskop, in welchem Lebensbereich der betreffende Mensch besonders empfindlich reagiert.<


Chiron symbolisiert eine persönliche Schwachstelle, die man auch mit grosser Anstrengung nicht beheben kann. Man soll genauso wie Chiron in der Geschichte darüber hinauswachsen, indem man die "Verletzung" annimmt und dadurch sehr viel Verständnis für andere mit ähnlichen Schwächen aufbringt.


LILITIH - Der Scwarze Mond

Lilith könnte man als die "weibliche Kraft der Seele" bezeichnen.
Lilith - die geheimnisvolle, dunkle Mondgöttin - ist Symbol für verborgene Aspekte des menschlichen Daseins. Sie ist der Schatten, den wir ins Bewusstsein heben müssen, um zur Ganzheit zu gelangen. Sie steht für etwas Namenloses, nicht mit rationalen Begriffen Fassbares, das tief in der menschlichen Seele schlummert. Gleichzeitig ist sie eine Verkörperung des weiblichen Prinzips. Sie kommt insofern einer Rachegöttin gleich, als wir das Weibliche in uns unterdrücken. Dies ist seit dem Aufkommen des Patriarchates mehr oder weniger der Fall. Wollen wir nicht die zerstörerischen Seiten der Lilith oder der weiblichen Urkraft des Unbewussten heraufbeschwören, so müssen wir den weiblichen Gefühlskräften den Raum in unserem Leben zugestehen, der ihnen gebührt.

Lilith ist kein Himmelskörper, sondern der zweite Brennpunkt der elliptischen Umlaufbahn des Mondes um die Erde, also etwas Nicht-Materielles. Dieser "leere" Punkt am Himmel entspricht denn auch keinem klar fassbaren Teilaspekt der menschlichen Persönlichkeit. Lilith kann eher als eine tiefgründige Gefühlsenergie verstanden werden, die uns hilft, unser Potential zu verwirklichen. Mit ihrer Unterstützung bauen wir etwas im Leben auf, bringen es zu einem Höhepunkt und lassen es wieder los, um uns etwas Neuem zuzuwenden. Lilith lässt uns die Früchte unseres Tuns nicht geniessen, sondern fordert Loslassen und Absterben in einem nicht zu durchbrechenden Zyklus von Werden und Vergehen. Wir haben manchmal Mühe, uns von dem zu trennen, was wir geschaffen haben. Es mag uns dann ergehen wie Lots Frau. Sie erstarrte zur Salzsäule, weil sie zurück schaute.
Lilith ist unbewusst und geheimnisvoll, eine weibliche Urenergie, die wir nie "in den Griff" bekommen können. Gegen dieses Unerbittliche und Nicht-Fassbare wehrt sich unser Ego. Es will lieber an seinen Vorstellungen und Illusionen festhalten. Wenn dann die weibliche Urkraft der Lilith aus dem Unbewussten auftaucht wie die Nixe aus dem Teich, das Ego in die Tiefe zieht und uns mit dem Besten oder auch Schlimmsten im Leben konfrontiert, so empfinden wir dies meist als schmerzhaften Eingriff.
Wir müssen lernen, uns vom Leben tragen zu lassen. Dann bleibt jedesmal, wenn Lilith auftaucht, ein goldener Schimmer zurück. Wir haben einen Blick in unsere eigenen Tiefen geworfen, haben einen blinden Fleck erkannt oder eine Ahnung von der Welt hinter dem Vorhang unseres Bewusstseins gestreift. Dies ist der Sinn des Lilith-Teiles in uns.